Hey, hast du schon mal darüber nachgedacht, welcher RAW-Konverter am besten zu dir passt? Wenn Bilder richtig glänzen sollen, kommt man an der Nachbearbeitung mit einem RAW-Konverter einfach nicht vorbei. Von gratis bis teuer, vom Einsteiger-Tool bis zur Profianwendung – die Auswahl ist riesig. Aber wie viel RAW-Software brauchst du wirklich? Ich habe mir neulich einen Test mit zehn der besten RAW-Tools angesehen und dachte, ich teile mal meine Eindrücke mit dir. Vielleicht hilft es dir ja bei deiner Entscheidung!
Warum überhaupt einen RAW-Konverter?
Wenn du deine Bilder in RAW aufnimmst, hast du viel mehr Kontrolle über die Bearbeitung – sei es bei der Belichtung, den Farben oder den Details. Aber ohne den richtigen Konverter kann das alles ziemlich umständlich werden. Und ehrlich gesagt: Nicht nur beim Motiv selbst, auch in den Programmen machen Details oft den entscheidenden Unterschied. Deshalb ist es wichtig, ein Tool zu finden, das deinen Workflow perfekt unterstützt.
Die Kandidaten im Test
- Adobe Lightroom CC 2024
Adobe Lightroom ist seit Jahren der Platzhirsch unter den RAW-Konvertern – und das aus gutem Grund. Die neue Version bietet nicht nur eine optimierte Benutzeroberfläche, sondern auch endlich die Möglichkeit, ohne Cloud zu arbeiten. Die KI-Werkzeuge sind leistungsstark: Die Objektentfernung funktioniert tadellos, Maskierungen sind präzise, und die Entrauschungsfunktion liefert beeindruckende Ergebnisse. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt das Dateihandling bei der Entrauschung, da eine zusätzliche Datei erstellt wird, die man manuell suchen muss. Trotzdem ist Lightroom für alle, die eine Kombination aus einfacher Bedienung und mächtigen Werkzeugen suchen, eine der besten Optionen. Mehr zu Adobe Lightroom CC - Capture One Pro 16
Wenn du maximale Kontrolle über Farben und Details willst, ist Capture One die perfekte Wahl. Besonders die KI-gestützte Maskierung überzeugt durch ihre Präzision. Für Profis, die mit Tethered-Shooting arbeiten (also der direkten Kamerasteuerung über die Software), ist Capture One unübertroffen. Die Farbbearbeitung ist extrem detailliert, und Funktionen wie HDR und Dehaze sorgen für beeindruckende Ergebnisse. Allerdings ist die Software etwas teurer und für Einsteiger nicht ganz so intuitiv wie andere Programme. Trotzdem ein Must-Have für alle, die das Beste aus ihren Bildern herausholen wollen. Mehr zu Capture One Pro - DxO PhotoLab 7 Elite
DxO ist bekannt für seine wissenschaftliche Herangehensweise an Bildbearbeitung. Die Software bietet topaktuelle Korrekturprofile für Kameras und Objektive, was besonders bei der Objektivkorrektur beeindruckend ist. Die DeepPRIME-Technologie für Rauschreduzierung ist eine Klasse für sich und liefert auch bei extremen ISO-Werten gestochen scharfe Bilder. Neu in Version 7 ist ein verbesserter Schwarz-Weiß-Workflow mit realistischen Filmsimulationen. Einziger Wermutstropfen: Die Maskierungswerkzeuge sind nicht ganz so intuitiv wie bei anderen Kandidaten. Trotzdem ist DxO eine ausgezeichnete Wahl für Fotografen, die Wert auf technische Perfektion legen. Mehr zu DxO PhotoLab - ON1 Photo RAW 2024
ON1 Photo RAW punktet mit einer Fülle von Funktionen, die speziell auf kreative Fotografen zugeschnitten sind. KI-Features wie der Himmelsaustausch oder die Porträtoptimierung liefern beeindruckende Ergebnisse. Die große Auswahl an Farb- und Effektfiltern macht es besonders für experimentierfreudige Nutzer spannend. Allerdings könnten die Maskierungsfunktionen präziser sein, und einige Werkzeuge wirken etwas umständlich integriert. Trotzdem eine gute Wahl für alle, die eine leistungsstarke und bezahlbare Alternative zu Lightroom suchen. Mehr zu ON1 Photo RAW - Skylum Luminar Neo 1.2
Luminar Neo ist die perfekte Wahl für alle, die es einfach und intuitiv wollen. Die KI-Tools sind nicht nur praktisch, sondern auch kreativ: Du kannst Hintergründe erweitern, Objekte entfernen oder sogar komplett neue Elemente in deine Bilder einfügen. Besonders spannend ist die Generative KI, die neue Bildideen basierend auf deinen Vorgaben erstellt. Die optionale Smartphone-App ist ebenfalls ein Highlight, da sie eine nahtlose Integration in den Workflow bietet. Ein kleiner Nachteil sind die gelegentlichen Ladezeiten, aber insgesamt ist Luminar ein vielseitiges Tool, das Kreativen viel Spaß macht. Mehr zu Luminar Neo - Radiant Photo 1.4
Radiant Photo ist ein relativer Neuling unter den RAW-Konvertern, hat aber einiges zu bieten. Die Autokorrektur funktioniert erstaunlich gut und liefert natürliche Ergebnisse. Besonders bei Porträts glänzt die Software mit beeindruckenden Hautkorrekturen und Hauttonanpassungen. Allerdings fehlen erweiterte Funktionen wie Maskierungen oder Retuschewerkzeuge, und die Bedienung wirkt teilweise etwas eingeschränkt. Für Einsteiger oder schnelle Optimierungen ist Radiant Photo jedoch eine solide Wahl. Mehr zu Radiant Photo
Innovation und KI
Was kann denn noch kommen in Sachen Innovation? Die jährlichen Updates bei den RAW-Editoren sind fast schon ein „Tool-Wettstreit“ geworden. Klar ist: Künstliche Intelligenz ist bei fast allen Programmen dabei und wird sinnvoll eingesetzt. Besonders beeindruckend fand ich die Automaskierung, die richtig viel Zeit spart und deutlich präziser ist als handgemalte Masken. Luminar Neo geht sogar noch weiter und nutzt Generative KI, um komplett neue Bildideen zu erschaffen.
Worauf solltest du achten?
Das hängt natürlich davon ab, was du brauchst. Arbeitest du viel mit Farben? Dann ist Capture One eine gute Wahl. Willst du eine All-in-One-Lösung mit Cloud-Unterstützung? Dann führst du an Lightroom kaum vorbei. Oder suchst du einfach etwas Preiswertes und Einfaches? Luminar könnte dein Ding sein. Für professionelle Korrekturen und Objektiventrauschung ist DxO PhotoLab unschlagbar.
Fazit
Am Ende kommt es darauf an, was dir wichtig ist. Es gibt nicht den einen perfekten RAW-Konverter, aber der Markt bietet für jeden Anspruch etwas. Ich persönlich nutze Lightroom, weil es sich super in meinen Workflow integriert, aber ich finde auch DxO PhotoLab extrem stark, wenn es um Details geht. Probier doch einfach mal ein paar Tools aus – viele bieten kostenlose Testversionen an.
Hast du schon einen Favoriten? Oder eine Empfehlung, die hier fehlt? Lass es mich wissen – ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!

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