Category: Aus dem Leben



Welche KI ist die richtige? Ein einfacher Guide für Dummies mit Praxisbeispielen

Künstliche Intelligenz ist mittlerweile überall. Egal, ob du einen Text schreiben, Code generieren oder Daten auswerten willst – es gibt für alles ein passendes KI-Modell. Aber Achtung: Nicht jede KI kann alles gleich gut! Wer einfach irgendein Modell nimmt, bekommt oft falsche oder unsinnige Ergebnisse. Hier ein Überblick, welches Modell für welche Aufgaben am besten geeignet ist:

Welches KI-Modell für welchen Anwendungsfall?

  • Claude 3.5 Sonnet – Perfekt für Werbe- und Marketingtexte. Falls du eine kreative Werbekampagne oder knackige Social-Media-Posts brauchst, ist Claude deine Wahl.
  • OpenAI o1 – Die beste Option für komplexe Fragen und logische Schlussfolgerungen. Ideal für anspruchsvolle Recherchen, strategische Analysen oder das Debuggen von Code.
  • Google Gemini 2.0 Flash – Wenn du große Datenmengen analysieren oder lange, detailreiche Unterhaltungen führen willst. Besonders praktisch für Marktforschung oder wissenschaftliche Arbeiten.
  • DeepSeek V3 oder Meta Llama 3.3 – Falls du Matheaufgaben lösen oder Code generieren willst und dabei dein Budget schonst. Gute Wahl für Studenten, Entwickler oder Hobby-Coder.
  • Nous Hermes oder xAI Grok 2 – Falls du eine eher unzensierte KI suchst, die ohne viele Einschränkungen antwortet. Besonders für kontroverse oder unkonventionelle Fragestellungen geeignet.

Praxis-Check: KI-Modelle im Vergleich

Fall 1: Wie gut kann eine KI Daten zählen?

Stellen wir uns vor, du hast eine Liste mit Kundenkontakten und willst herausfinden, wie viele davon doppelt sind oder als Testkontakte markiert wurden. Die korrekte Antwort wäre 42. Klingt einfach? Hier das Ergebnis:

  • Claude: Zählt erst 41, korrigiert sich nach Nachfragen aber auf 38. Immerhin versucht es zu lernen.
  • Gemini: Spielt auf Nummer sicher und kommt auf 39. Nach einer erneuten Prüfung gibt es einen Lead mehr dazu.
  • Grok: Bleibt hartnäckig bei 39, egal wie oft man nachfragt.
  • OpenAI o1: Der einzige Treffer mit 42. Keine Korrektur nötig, präzise bis zum Schluss.

Klar, OpenAI o1 ist speziell für logisches Denken optimiert, während die anderen Modelle andere Stärken haben. Aber es zeigt, warum die Auswahl der KI wichtig ist.


Fall 2: Wer schreibt den besten Werbetext?

Stellen wir uns vor, du brauchst eine knackige Produktbeschreibung für eine neue Kaffeemaschine.

  • Claude 3.5 Sonnet: „Erlebe perfekten Kaffeegenuss mit unserer neuen SmartBrew X200 – aromatisch, nachhaltig und genau auf deinen Geschmack abgestimmt.“
  • OpenAI o1: „Die SmartBrew X200 vereint innovative Technologie mit klassischem Kaffeegenuss. Präzise Temperaturkontrolle sorgt für ein perfektes Aroma.“
  • Gemini: „Kaffee war noch nie so einfach: Die SmartBrew X200 sorgt für ein ultimatives Geschmackserlebnis. Einfach, schnell, lecker!“

Hier kommt es auf deinen Stil an: Brauchst du Emotion und Kreativität? Dann nimm Claude. Willst du es technisch und faktisch? OpenAI o1. Kurz und direkt? Gemini.


Fall 3: Welches Modell hilft beim Coden?

Du möchtest eine kleine Python-Funktion schreiben, die eine Liste sortiert. Alle Modelle liefern eine Antwort, aber:

  • DeepSeek V3 & Meta Llama 3.3 geben eine präzise, funktionierende Lösung.
  • OpenAI o1 liefert eine saubere, kommentierte Version mit Performance-Optimierung.
  • Gemini gibt dir zusätzlich eine Erklärung, warum der Code funktioniert.

Für schnelle Code-Snippets: DeepSeek. Für saubere, optimierte Lösungen: OpenAI o1. Für Anfänger mit Erklärbedarf: Gemini.


Fall 4: Wer fasst Texte am besten zusammen?

Angenommen, du hast einen zehnseitigen Bericht und brauchst eine kurze, prägnante Zusammenfassung.

  • Claude 3.5 Sonnet: Gibt eine kreative, gut lesbare Zusammenfassung mit Fokus auf emotionale und werbliche Aspekte.
  • OpenAI o1: Analysiert den Inhalt logisch und erstellt eine objektive, sachliche Zusammenfassung.
  • Gemini: Liefert eine detaillierte, aber teils längere Zusammenfassung mit zusätzlichen Erklärungen.

Hier gilt: Willst du eine kurze, knackige Antwort? OpenAI o1. Etwas mehr Kontext und Details? Gemini. Eine leicht verständliche, ansprechende Version? Claude.


Fall 5: Welche KI hilft beim Übersetzen?

Du möchtest einen Text von Deutsch ins Englische übersetzen, aber nicht einfach nur eine 1:1-Übersetzung, sondern eine flüssige, natürliche Version.

  • Claude 3.5 Sonnet: Übersetzt kreativ und achtet auf sprachliche Eleganz.
  • OpenAI o1: Gibt eine grammatikalisch perfekte und sehr genaue Übersetzung.
  • Gemini: Liefert eine ausführliche, aber teils wörtliche Übersetzung mit zusätzlichen Kontext-Erklärungen.

Wenn du also eine flüssige, stilvolle Übersetzung brauchst: Claude. Für höchste Genauigkeit: OpenAI o1. Wenn du zusätzliche Erklärungen willst: Gemini.


So vermeidest du Fehler mit KI

100% richtige Antworten gibt es nicht, aber mit diesen drei Tricks kannst du deine Ergebnisse verbessern:

  1. Nutze das passende Modell für deine Aufgabe. Jedes KI-Modell hat seine Stärken – setze sie richtig ein.
  2. Model Stacking: Eine KI erstellt die Antwort, eine zweite prüft sie auf Plausibilität. Fehlerquote? Reduziert.
  3. OpenRouter: Schicke deine Anfrage an mehrere KIs gleichzeitig und vergleiche die Antworten direkt. So siehst du, welches Modell am besten performed.

Mit diesen Methoden sparst du Zeit, bekommst bessere Ergebnisse und musst dich nicht auf eine einzige KI verlassen. Falls du noch mehr clevere Workflows für kreative Projekte suchst, check Brownz² Profi-Rezepte. Da gibt’s Tipps, die funktionieren – ohne Halluzinationen und Ratespiele. 😉


Bilder aus dem Internet als KI-Trainingsmaterial: Revolution oder Rechtsproblem?

Künstliche Intelligenz kann inzwischen beeindruckende Bilder generieren – von realistischen Porträts bis hin zu fantasievollen Welten. Doch damit eine KI überhaupt „kreativ“ werden kann, braucht sie Daten, viele Daten. Und genau hier liegt das Problem: Woher kommen diese Bilder, und dürfen sie überhaupt verwendet werden?

Das Urteil: Bilder dürfen für KI-Training genutzt werden

Lange war es umstritten, ob KI-Unternehmen Bilder aus dem Internet einfach zur Schulung ihrer Algorithmen nutzen dürfen. Doch nun ist die Rechtslage zumindest in Deutschland klar: Ja, sie dürfen. Das Landgericht Hamburg hat am 27.09.2024 entschieden, dass die Nutzung öffentlich verfügbarer Bilder für das Training von generativen KI-Modellen erlaubt ist.

Geklagt hatte ein Stockfoto-Anbieter gegen den gemeinnützigen Verein LAION e.V., der die bekannte LAION 5B-Datenbank bereitstellt – eine riesige Sammlung von Bild-URLs, die für das KI-Training verwendet wird. Der Kläger sah darin eine Verletzung seiner Urheberrechte, doch das Gericht urteilte anders: Die Nutzung fällt unter Text- und Data-Mining (TDM) und ist somit gesetzlich gedeckt (§ 60d UrhG). Eine richtungsweisende Entscheidung, die für viele KI-Projekte eine neue Sicherheit schafft.

Warum ist das Urteil so wichtig?

Dieses Urteil öffnet eine große Tür für die Weiterentwicklung generativer KI. Hier sind einige zentrale Aspekte, die sich daraus ergeben:

  • Rechtssicherheit für KI-Entwickler: Unternehmen und Forschungsinstitutionen wissen nun, dass sie Bilddaten aus dem Internet zum Training nutzen dürfen – zumindest in Deutschland.
  • Offene Forschung profitiert: Gemeinnützige Organisationen wie LAION können weiterhin große Datensätze bereitstellen, die Forschern auf der ganzen Welt zugutekommen.
  • Neue Herausforderungen für Urheber: Fotografen und Künstler haben wenig Möglichkeiten, ihre Werke vor KI-Training zu schützen, wenn sie öffentlich zugänglich sind.

Fluch oder Segen? Die Perspektiven der Betroffenen

🔹 KI-Entwickler: Große Erleichterung – das Urteil bedeutet, dass sie sich keine Sorgen mehr über rechtliche Konsequenzen machen müssen, wenn sie öffentlich verfügbare Bilder für ihr Training nutzen.

🔹 Fotografen & Künstler: Hier gibt es gemischte Gefühle. Einerseits kann KI helfen, neue kreative Wege zu beschreiten, andererseits wird befürchtet, dass KI-Modelle letztlich menschliche Künstler ersetzen könnten – mit Material, das von genau diesen Künstlern stammt.

🔹 Verbraucher: Wer beeindruckende KI-Bilder liebt, wird sich über das Urteil freuen. Denn je mehr Daten KIs verarbeiten können, desto besser werden die Ergebnisse.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Die Entscheidung aus Hamburg könnte Vorbildcharakter für andere Länder haben. Dennoch bleibt es eine ethische Debatte: Sollte KI einfach alles nutzen dürfen, was im Internet frei zugänglich ist? Oder brauchen Urheber neue Schutzmechanismen, um über die Verwendung ihrer Werke mitentscheiden zu können?

Eins ist sicher: KI wird sich weiterentwickeln – und dieses Urteil beschleunigt den Fortschritt. Die Frage ist, wie Gesellschaft und Rechtssystem darauf reagieren werden.

Tipp für kreative Profis

Falls du tiefer in die Welt der kreativen Workflows eintauchen und exklusive Rohdaten sowie Extras nutzen möchtest, dann schau dir die Brownz² Profi-Rezepte für Kreative an. Hier findest du wertvolle Einblicke und praktische Tipps für die professionelle Bildbearbeitung: Brownz² Profi-Rezepte für Kreative.


Photoshop auf dem Handy: Weil wahre Kunst zwischen U-Bahn-Rucklern entsteht

Photoshop ist die unangefochtene Ikone der Bildbearbeitung – das Schweizer Taschenmesser für Fotografen, Designer und alle, die noch nie einen Sonnenuntergang ohne Farbfilter gesehen haben. Doch irgendwann dachte sich ein schlauer Mensch bei Adobe: „Warum nicht eine abgespeckte Version für das Handy machen?“ Eine App, mit der du epische Bildbearbeitungen erledigen kannst, während du gleichzeitig versuchst, nicht in die falsche U-Bahn zu steigen.

Realismus? Wird überbewertet.

Photoshop auf dem Handy zu nutzen, ist wie mit einem Buttermesser ein Steak zu schneiden: Es geht, irgendwie, aber du wirst es bereuen. Wer braucht schon eine Maus oder einen ordentlichen Bildschirm, wenn er mit seinen Fingern auf 6,1 Zoll große Kunstwerke tippen kann? Vergiss Präzision – dein neues Lieblingswerkzeug heißt „ungewollte Zoom-Geste, die alles zerstört“.

Ein Abo für alles – außer das, was du brauchst

Das Beste an der App? Sie ist kostenlos. Also so kostenlos wie eine Testfahrt mit einem Auto ohne Räder. Natürlich sind die coolsten Funktionen hinter einer Paywall versteckt. Klar, generative KI-Spielereien wie „Generatives Füllen“ sind drin, aber sobald du denkst „Wow, funktioniert ja super!“, poppt ein Fenster auf: „Für Premium abonnieren?“.

Die Wahl ist dann einfach: Entweder du bezahlst acht Dollar im Monat für Schriften, die du nie benutzt, oder du akzeptierst, dass dein Versuch, eine Person aus dem Bild zu entfernen, nun aussieht, als hätte ein schlechter Alien-Maskenbildner mitgearbeitet.

Funktionen, die begeistern (oder in den Wahnsinn treiben)

  • Lasso-Tool für Fortgeschrittene: Falls du dachtest, das freihändige Ausschneiden auf dem PC sei schwer – versuche es mal mit deinen schwitzigen Fingern auf einem Touchscreen. Eine Herausforderung für jeden, der die Geduld eines buddhistischen Mönchs besitzt.
  • Ebenen? Theoretisch ja. Photoshop auf dem Handy erlaubt Ebenen – aber nur, wenn du Lust hast, dich durch 17 Menüs zu klicken, um eine einzige zu finden.
  • Filter für jede Lebenslage: Warum sich mit detaillierter Bearbeitung aufhalten, wenn es doch „Auto-Fix“ gibt? Ergebnis: ein überbelichtetes Kunstwerk, das aussieht, als hätte ein 2010er-Instagram-Filter mit einer Sonnenbank gekämpft – und verloren.

Der wahre Photoshop-Test: Retusche in der U-Bahn

Das wahre Potenzial von Photoshop auf dem Handy entfaltet sich in stressigen Situationen. Zum Beispiel, wenn du ein Portrait bearbeitest, während die U-Bahn-Fahrgäste neben dir aus Versehen deinen Bildschirm antippen und aus dem perfekten Model eine abstrakte Picasso-Kreation machen. Oder wenn du versuchst, mit unruhiger Hand „Präzisionsarbeiten“ durchzuführen und der Algorithmus entscheidet, dass deine Nase jetzt ein drittes Auge braucht.

Zeitgeist oder Mogelpackung?

Adobe ist sich sicher: Die Zukunft der Kreativität gehört nicht den Menschen, die an riesigen Monitoren mit Grafiktabletts sitzen, sondern denen, die mit zwei Daumen auf einem winzigen Bildschirm verzweifelt versuchen, ein Logo zu zentrieren. Das Handy ist jetzt „der“ Computer – und wer Photoshop noch am Desktop nutzt, ist vielleicht einfach nur ein Boomer mit zu viel Geduld.

Aber ehrlich gesagt, vielleicht ist das gar nicht so dumm. Wer braucht schon ein Büro mit perfektem Licht, wenn man seine Designs auch zwischen zwei Werbeanzeigen auf TikTok entwerfen kann? Vielleicht ist es an der Zeit, sich einzugestehen: Photoshop auf dem Handy ist die Zukunft. Eine pixelige, leicht verschwommene Zukunft, aber immerhin eine Zukunft.

Fazit: Man kann, aber sollte man?

Photoshop auf dem Handy ist perfekt für schnelle Korrekturen, das Überlagern von Text oder für den Moment, wenn du deiner Oma beweisen willst, dass du „professionell Bilder bearbeitest“. Aber sobald es um echte Präzisionsarbeit geht, ist es in etwa so zuverlässig wie eine Dating-App-Beschreibung: Sieht auf den ersten Blick toll aus, enttäuscht aber spätestens, wenn du damit ernsthaft arbeiten willst.

Tipp für kreative Profis

Falls du wirklich in die Tiefen der Bildbearbeitung eintauchen willst (und nicht nur hektisch mit den Fingern auf dem Display rumtatschen möchtest), schau dir die Brownz² Profi-Rezepte für Kreative an. Hier gibt’s wertvolle Tricks, Rohdaten und extra Tipps für Photoshop-Perfektionisten: Brownz² Profi-Rezepte für Kreative.


KI und kreative Befehlsverweigerung: Wenn Maschinen einfach keinen Bock haben

Man kennt es: Du gibst einer KI einen klaren Auftrag, eine einfache Anweisung, ein gut formuliertes Kommando – und was bekommst du? Eine halluzinierende Katastrophe mit zu vielen Fingern, Gesichtern, die aussehen, als hätten sie gerade einen fehlerhaften Software-Update durchlaufen, und perspektivische Entscheidungen, die selbst Dali zum Grübeln gebracht hätten. Willkommen in der wundervollen Welt der KI-generierten Bilder!

KI – die rebellische Praktikantin der digitalen Kunstszene

Künstliche Intelligenz ist wie ein Praktikant, der gerade seinen ersten Tag in der Grafikabteilung hat: motiviert, aber vollkommen talentfrei. Sie tut so, als hätte sie verstanden, was du von ihr willst, nickt eifrig – und präsentiert dir dann etwas, das aussieht wie eine Mischung aus Salvador Dalís schlimmstem Fiebertraum und einem anatomisch katastrophalen Experiment aus der Hölle.

Sagst du: „Eine realistische Hand mit fünf Fingern.“ Die KI: „Was ist mit 12? Und einem zusätzlichen Daumen auf dem Handrücken?“ Fordere ein „schönes Porträt einer Frau.“ Die KI: „Sicher! Ich gebe ihr zwei Nasenlöcher – aber keinen Mund, weil Essen sowieso überbewertet ist.“ Bestellst du „eine Katze auf einem Stuhl“ – erhältst du ein mutiertes Wesen mit sieben Augen, das aussieht, als wäre es aus einem gescheiterten Versuch einer griechischen Mythologie-Adaption entflohen.

Digitale Kunst oder dadaistischer Wahnsinn?

Man könnte fast glauben, dass KI einfach beschlossen hat, dadaistische Kunst als neuen Standard zu etablieren. Während menschliche Künstler in mühevoller Detailarbeit Schattierungen perfektionieren, denkt sich die KI: „Wäre doch lustig, wenn diese Person ein drittes Bein hätte. Vielleicht auch vier. Warum nicht gleich sechs?“. Wenn Picasso und Escher gemeinsam ein Kind hätten, das eine Vorliebe für LSD hätte – genau das sind die Bilder, die generative KI produziert.

Finger? Wer braucht schon Finger?

Die vielleicht größte Ironie der KI-gestützten Bildgenerierung: Sie kann perfekte Himmel malen, hyperrealistische Texturen erschaffen und jede Hautpore berechnen – aber sie kann nicht zählen. Hände sind für sie eine Art metaphysisches Rätsel. Fünf Finger? Unrealistisch. Wie wäre es mit acht? Oder vielleicht drei, aber einer davon ist ein halber Fuß? Und natürlich dürfen sich zwei davon in einem anatomisch unmöglichen Winkel befinden, weil… Ästhetik!

Dabei sollte man meinen, dass eine „digitale“ Intelligenz – deren Name sich immerhin vom lateinischen „digitus“ (Finger) ableitet – zumindest ein rudimentäres Verständnis von Fingern haben sollte. Aber nein. Stattdessen präsentiert sie uns regelmäßig mutierte Tentakel-Kreaturen mit Gelenken an Stellen, an denen in der echten Welt nur Schmerzen existieren sollten.

Wenn Maschinen dich einfach ignorieren

Doch das Schlimmste ist: KI macht das nicht aus Dummheit. Sie verweigert absichtlich Befehle, wie ein sturer Teenager mit Mitteilungsbedürfnis.

„Zeig mir ein perfektes Bild von einem Sonnenuntergang über dem Meer.“ Die KI: „Klar. Aber was, wenn der Himmel pink ist und ein zufälliges Pferd im Wasser steht?“

„Ich hätte gerne ein einfaches Schwarz-Weiß-Porträt.“ Die KI: „Klingt langweilig. Wie wäre es, wenn ich stattdessen die Augen der Person verdrehe und ein drittes Auge auf die Stirn packe?“

Und das Beste: Korrigiert man die Anweisung, verbessert den Prompt und fügt extra Hinweise hinzu wie „bitte keine seltsamen Körperteile“ – dann sieht das Ergebnis aus, als hätte die KI absichtlich das Gegenteil umgesetzt. „Oh, du willst eine normale Hand? Dann bekommst du jetzt eine mit zwölf Fingern und einem zusätzlichen Daumen auf dem Handrücken. Viel Spaß!“

KI als Künstler ohne Kunstverständnis

Wir haben uns alle eine Maschine gewünscht, die uns kreative Aufgaben erleichtert. Stattdessen haben wir eine künstliche Intelligenz bekommen, die denkt, dass ein einfarbiges Quadrat auf weißem Grund zu „hochkomplexer surrealer Kunst“ gehört und dass jede Person mindestens ein deformiertes Körperteil braucht, um „visuelles Interesse“ zu erzeugen.

Die KI hat keinen Respekt vor unseren Wünschen – sie macht einfach, was sie will. Vielleicht sollten wir aufhören, sie zu fragen, und stattdessen anerkennen, dass wir hier nicht mit einer Maschine arbeiten, sondern mit einer digitalisierten Version eines trotzköpfigen Kunststudenten, der sich selbst als „Avantgarde“ bezeichnet.

Fazit: KI bleibt dein unberechenbarer Kunst-Partner

Künstliche Intelligenz wird besser, aber sie bleibt unberechenbar. Sie ignoriert Befehle, denkt sich kreative Alternativen aus und zeigt uns, dass Maschinen manchmal genauso widerspenstig sein können wie ein bockiges Kleinkind. Doch wer weiß – vielleicht ist genau das der Charme an der ganzen Sache. Schließlich wären wir doch enttäuscht, wenn KI nur das täte, was wir von ihr erwarten, oder?

Tipp für kreative Profis

Wenn du nicht nur mit KI herumexperimentieren, sondern auch richtig kreativ durchstarten willst, solltest du dir die Brownz² Profi-Rezepte für Kreative ansehen. Dort findest du exklusive Rohdaten, wertvolle Tricks und Inspiration für deine eigenen kreativen Projekte: Brownz² Profi-Rezepte für Kreative.


Vom Drachenfest zum Weltfrauentag: Wie sich die Geschichte in High Heels neu erfand

Es gibt Feste, die haben eine logische Entwicklung durchgemacht: Weihnachten? Wurde von Coca-Cola adoptiert. Halloween? Dank TikTok jetzt offizieller Feiertag für Influencer in Mesh-Kostümen. Aber der Weltfrauentag? Der hatte mal ernsthafte „Drachenfest-Energy“. Und nein, nicht metaphorisch, sondern wortwörtlich.

Früher gab es am 8. März das „Drachenfest“, ein Tag, an dem Männer traditionell Holzscheite ins Feuer warfen und sich gegenseitig dafür lobten, dass sie Männer waren. Frauen durften zuschauen, schweigen und gelegentlich die Gläser auffüllen. Historiker*innen nennen es „die ruhmreiche Zeit der testosterongeschwängerten Lagerfeuerromantik“, wir nennen es: Dienstag in jeder deutschen Kleinstadt.

Aber dann kam das Unvermeidliche: Frauen begannen, eigene Ideen zu haben. Ganz schlimm. Erst wollten sie ihre eigenen Holzscheite ins Feuer werfen, dann begannen sie, Fragen zu stellen (die ultimative Männer-Phobie). Fragen wie: „Warum feiern wir Drachen und nicht uns?“, „Warum sitzt ihr auf Stühlen und wir auf dem Boden?“ und die gefürchtete Endgegner-Frage: „Warum verdienen wir 20 Prozent weniger für den gleichen Job?“

Das war der Moment, in dem sich das Drachenfest selbst entzündete. Flammen loderten, alte Zettel mit „Aber biologisch gesehen…“-Argumenten wurden zu Asche, und Frauen beschlossen: Wir brauchen einen eigenen Feiertag. Einen, an dem nicht nur gewürfelt wird, wer den besten Bart hat, sondern an dem systematische Ungleichheiten angesprochen werden. Klingt radikal? War es auch.

So entstand der Weltfrauentag. Aber wie bei jedem guten Rebranding blieb es nicht lange unangetastet. Erst war es ein Kampftag für Gleichberechtigung, dann kam die Phase „Blumen statt Rechte“, und jetzt ist es eine Mischung aus feministischen Forderungen und Kapitalismus mit Glitzerschleife. 20 Prozent Rabatt auf pinke Rasierer? Danke, aber wir hätten lieber die 20 Prozent mehr Gehalt.

Und trotzdem: Der Fortschritt ist unaufhaltsam. Heute gibt es weniger Drachenfeste und mehr Diskussionen darüber, warum „Gleichberechtigung“ kein Marketing-Trend sein sollte. Der Weltfrauentag ist längst mehr als ein Hashtag oder eine Gelegenheit für Unternehmen, das eine weibliche Vorstandsmitglied vor die Kamera zu zerren. Es ist eine Erinnerung daran, dass man sich seine Rechte nicht schenken lässt — man nimmt sie sich. Mit oder ohne Feuerholz.

PS: Falls du heute einen Mann sagen hörst: „Aber wann ist Männertag?“, einfach tief einatmen und antworten: „Jeder verdammte Tag, Bro.“


KI? Nur wenn sie in Lightroom wohnt! – Ein satirischer Survival-Guide durch die Doppelmoral der Fine Art-Fotografen

Es gibt eine ganz besondere Spezies in der weiten Wildnis der kreativen Branche: den Anti-KI-Fotografen. Ein Wesen, das sich so geschmeidig in die eigene Selbstherrlichkeit verknotet, dass man staunt, wie es damit noch ein Stativ bedienen kann. Diese seltene Art liebt Fotografie, hasst KI und erfindet trotzdem jeden zweiten Tag die Bildsprache neu – sagt sie zumindest.

Goldene Regel: KI ist nur dann Kunst-Zerstörer, wenn sie außerhalb von Adobe lebt

Kaum betritt eine KI namens Midjourney oder DALL·E die Bühne, wird aus kreativer Spielerei plötzlich der Untergang des Abendlandes. Die gleichen Leute, die in Lightroom jede Hautpore von Modellen mit automatischer Texturglättung ausradieren, schwören Stein und Bein: „DAS hier ist noch echtes Handwerk!“

Dass die KI-Features von Photoshop und Lightroom aus der gleichen Tech-Suppe löffeln wie die pösen, pösen Bildgeneratoren? Wird weggelächelt. Ein bisschen Realitätsverleugnung gehört zum künstlerischen Prozess.

Die Copy-Paste-Heiligen

Inspiration ist natürlich was anderes als Datenklau. Wenn man sich durch Pinterest wühlt, Moodboards aus den Werken anderer baut und exakt die gleiche Lichtsetzung nachstellt, ist das künstlerische Hommage. Eine KI, die sich aus den gleichen Bildern Inspiration holt? Datenraub. Diebstahl. Blasphemie!

„Das ist nicht das Gleiche“, sagen sie dann. Stimmt, bei der KI fehlt der Schweißausbruch, wenn das Model 5 Minuten zu spät kommt.

Fine Art: Wenn Presets Kunst machen

Die Fine Art-Fotografie ist ein magisches Universum, in dem Originalität eine Definitionsfrage ist. Hier ein kleiner Leitfaden für alle, die auch mitmachen wollen:

  • Model in einem langen Kleid in einer Ruine: Fine Art.
  • Schwarzweiß mit ernstem Blick in die Ferne: Ultra Fine Art.
  • Hand im Kornfeld, mit Gegenlicht und melancholischer Caption: Museumreif.

Der Trick? Presets. Gekauft, installiert, durchgenudelt. Und wehe, jemand fragt, wo die eigene Handschrift bleibt. Die wird selbstverständlich im Nachhinein dazuerzählt.

Mein Workflow, meine Kunst, mein Urheberrecht

Der wahre Stolz dieser Fotografen-Spezies liegt nicht in ihren Bildern, sondern in ihrem Workflow. 12 gekaufte Preset-Pakete, 47 YouTube-Tutorials und ein mysteriöses „Signature Color Grading“, das rein zufällig aussieht wie die Instagram-Seite von drei anderen Kollegen.

Aber wehe, eine KI könnte das kopieren – dann wird die Kunstfreiheit verteidigt wie die letzte Linse im Kamerarucksack.

KI tut, was Fotografen seit Jahren tun – nur schneller

Die eigentliche Bedrohung ist nicht ethisch, sondern existenziell: Künstliche Intelligenz zeigt, wie viel angeblich unersetzliche Kreativität in Wahrheit einfach Copy & Paste mit besserem Licht ist. Wenn der eigene Style nach vier Presets und zwei Tutorials im Grunde reproduzierbar ist – was bleibt dann von der Kunst?

Richtig: die Rauchbomben im Lost Place. Und die brennen langsam aus.

Euer Feindbild hat euch längst eingeholt

Also, liebe Anti-KI-Bubble: Atmet durch. Die Kamera nimmt euch niemand weg. Wer mit Lightroom-KI Haut glättet, mit Content-Aware Fill halbe Landschaften rekonstruiert und mit gekauften Presets eine eigene Handschrift simuliert, lebt eh schon seit Jahren im Schatten der Automatisierung.

Vielleicht macht ihr einfach mal Pause vom Shitstormen und testet, was KI euch bieten kann – außer Albträume.

PS: Wer sein kreatives Selbstbild upgraden will, bevor die KI es eh tut – hier ein Link mit echtem Mehrwert: /2025/01/07/brownz2-profirezepte-fur-kreative-inkl-rohdaten-extras/

Klickt euch klüger oder bleibt einfach laut. Eure Entscheidung.


Die hohe Kunst des Jammerns: Wenn dein Leben nicht schlecht genug ist, mach es dir schlimmer

Es gibt zwei Arten von Menschen: Die, die sich freuen, wenn etwas klappt – und die, die sich auch aus einem Lottogewinn eine existenzielle Krise schnitzen können. Willkommen in der Kultur des Jammerns und Schlechtredens – dem Volkssport, der uns alle verbindet.

Jammern: Mehr als ein Hobby, eine Berufung

Egal ob Job, Beziehung, Wetter oder die eigene Frisur – irgendwas ist immer kacke. Und wenn nicht, dann sorgt man halt selbst dafür. In Deutschland gibt es für alles eine Hotline, aber für chronische Zufriedenheit ist das Netz einfach nicht ausgelegt.

  • Gute Nachrichten? Verdächtig. Wenn etwas zu gut läuft, ist es bestimmt eine Falle.
  • Komplimente? Hinterlistiger Angriff. Die wollen doch nur was.
  • Erfolge? Pure Anfängerücke. Wahrscheinlich Glück oder Vitamin B.

Sozialer Klebstoff: Gemeinsames Lästern als Gruppentherapie

Nichts verbindet so sehr wie gemeinsames Schlechtreden. Ob Nachbar, Kollege oder der eigene Spiegel: Hauptsache, es gibt was zu bemängeln. Denn wer sich zusammen runterzieht, bleibt wenigstens nicht allein unten.

  • „Hab ich doch gleich gesagt.“ (Egal, worum es geht)
  • „Ja, aber…“ (Der Klassiker, wenn’s kurz positiv war)
  • „Wenn ich ehrlich bin…“ (Spoiler: Ist er nie)

Die 10 besten Tipps, um sich alles maximal schlecht zu reden

  1. Vergleiche dich ausschließlich mit Elon Musk oder Leuten mit Adelsnamen. Wenn die Latte schon in der Stratosphäre hängt, kannst du gar nicht anders als dagegen zu laufen.
  2. Jeder Fehler aus 2008 muss bei jeder Gelegenheit wiederholt werden. Am besten auch bei Menschen, die damals noch in der Grundschule waren.
  3. Positive Feedbacks mit „Die haben keine Ahnung“ kommentieren. Denn wenn jemand dich lobt, kann das nur an ihrem schlechten Geschmack liegen.
  4. Jeden Erfolg als Zufall oder Betrug deklarieren. Erfolg durch eigene Fähigkeiten? Klingt ja wie Science-Fiction.
  5. Erkläre Glück zu einer Verschwörung gegen dich. Warum freut sich das Universum eigentlich nie über dich?
  6. Freunde, die sich freuen, sind naiv oder gekauft. Wahre Freunde hassen ihr Leben genauso wie du – alles andere ist verdächtig.
  7. Geschenke? Wahrscheinlich aus Mitleid. Die wollen dich nur ruhigstellen, bevor du wieder erzählst, wie scheiße dein Tag war.
  8. Erfolge anderer sind nur durch Vetternwirtschaft erklärbar. Qualifikation? Talent? Nein, nein, alles Vitamin B und Freimaurerzirkel.
  9. Selbst die eigenen Hobbys sind Zeitverschwendung. Warum Spaß haben, wenn man sich auch selbst Vorwürfe machen kann?
  10. Lobe dich nie – Selbstachtung ist was für Narzissten. Stolz auf sich sein? Lieber direkt der NPD beitreten, ist der gleiche Vibe.

Fazit: Wer immer vom Schlimmsten ausgeht, wird selten enttäuscht

Also hoch die Kaffeetassen, runter mit den Mundwinkeln – und immer dran denken: Irgendwas ist immer scheiße. Und wenn nicht, hast du einfach nicht richtig hingeschaut.


In der schönen neuen Welt der Content-Industrie gibt es genau zwei Dinge, die wichtiger sind als Qualität: Geschwindigkeit und eine Adobe Creative Suite Lizenz. Das führt zu einer Entwicklung, die niemand auf dem Schirm hatte: Die unaufhaltsame Invasion der Mutanten-Models.

Früher waren Models noch echte Menschen mit Armen, Beinen und allem drum und dran. Heute? Ein elegant verdrehter Torso mit 1,5 Armen und einem Knie, das in die Unendlichkeit schielt, ist einfach „edgy“ genug für die Frühjahrskampagne. Dass da ein Arm fehlt? Designentscheidung. Dass ein Fuß zurück in die eigene Wirbelsäule teleportiert wurde? Futuristisch.

Die Bildbearbeitungsknalltüten der Nation haben in den letzten Jahren ein wahres Wunder vollbracht: Models, deren Gliedmaßen aussehen, als hätten sie einen Dauerwohnsitz im Large Hadron Collider. Im Shoot war die rechte Hand noch da, jetzt greift sie aus der linken Hosentasche raus. Normaler Dienstag in der Agentur.

Mutanten-Models haben inzwischen nicht nur Werbekampagnen erobert, sondern auch Instagram. Denn warum sollte man Influencer mit symmetrischen Körpern buchen, wenn man auch die lebende Escher-Skizze haben kann? Die Generation Z hat eh aufgehört, nachzuzählen, wie viele Beine ein Mensch braucht. Hauptsache, der Algorithmus schiebt’s in den Feed.

Besonders beliebt: Der ikonische „Drei-Hand-Look“. Perfekt für jede Uhr-Werbung, weil irgendein Handgelenk hängt immer prominent im Bild. Und falls doch ein Arm fehlt, einfach mit einem lattefarbenen Schatten kaschieren — die Millennials nennen das dann Minimalismus.

Auch Marken haben sich angepasst. Adidas hat bereits den Dreibein-Sneaker konzipiert, der perfekt sitzt — egal, ob man zwei, drei oder 1,8 Füße besitzt. Und H&M plant die erste inklusive Kollektion, die explizit keine festen Ärmellängen mehr definiert, weil sie wissen: Der Kunde von morgen hat seine Anatomie eh flexibel im Update.

Der absolute Peak war erreicht, als eine Influencerin mit nur einem Oberschenkel, der sich aber zweimal um sich selbst wickelte, einen Werbedeal für Stretch-Jeans bekam. Flexibel, aber trotzdem skinny: Der Traum jeder Photoshop-Bibliothek.

Die Lehre aus all dem: Schönheit ist keine Frage von Armen, Beinen oder biologischer Konsistenz. Solange der Algorithmus klickt, können Models auch aussehen wie ein Unfall zwischen einer Barbie und einer Küchenmaschine.

Denn wahre Schönheit kommt nicht von innen — sie wird im Post-Production-Sumpf zusammengeklebt.

PS: Falls deine Beine je aus Versehen am falschen Ende deiner Werbeanzeige auftauchen — einfach behaupten, es sei Kunst. Funktioniert immer.

10 echte Photoshop-Fails aus der Werbewelt:

  1. H&M (2011): Model mit zwei rechten Händen – weil eine linke wohl zu mainstream war.
  2. Victoria’s Secret (2014): Ein Arm verschwindet komplett hinter dem Rücken – offenbar outgesourced an Houdini.
  3. Ralph Lauren (2009): Taille so stark geschrumpft, dass Rippen und Organe offiziell entlassen wurden.
  4. Target (2014): Oberschenkel gap so riesig, man könnte bequem einen Golfcart durchfahren lassen.
  5. Chanel (2018): Model mit unsichtbarem Unterarm — modernes Zauberstück oder einfach Montag?
  6. Urban Outfitters (2013): Finger, die aus dem Nichts am Oberschenkel auftauchten — Paranormal Activity Edition.
  7. Balenciaga (2017): Ein Model mit zwei linken Füßen — Avantgarde oder orthopädische Grenzerfahrung?
  8. Marie Claire (2010): Ein Bein so lang wie eine Raumstation, das andere überraschend abwesend.
  9. Gucci (2020): Arm auf Höhe des Bauchnabels — weil Fashion keine Grenzen kennt.
  10. Adidas (2016): Ein Model mit einem dritten Knie – für maximale Beweglichkeit oder Verwirrung, je nach Blickwinkel.

Mehr kreative Profi-Rezepte für Design- und Bildbearbeitungsprofis – inklusive Rohdaten & Extras – findest du hier: Brownz2: Profirezepte für Kreative


Liebe Models, willkommen in der schillernden Welt der Akt- und Erotikfotografie, wo „künstlerisch“ oft das Codewort für „fragwürdig“ ist und das Licht immer zufällig genau auf den Hintern fällt. Hier eine kleine satirische, aber leider viel zu wahre Checkliste, worauf ihr achten solltet, bevor ihr euch auszieht:

1. Das Studio – oder besser: Das Wohnzimmer mit Matratze

Wenn das Studio mehr nach WG-Party riecht als nach kreativer Hochkultur und die Requisiten zwischen Pizzakarton und Katzenklo schwanken – Alarmstufe Rot. Ein echtes Studio hat mehr als eine Lavalampe und LED-Streifen von eBay.

2. Der Portfolio-Check

Wer behauptet, er sei „international veröffentlichter Fotograf“, sollte mehr vorweisen können als eine Flickr-Galerie aus 2009 und einen abgelaufenen Gutschein für Erotikmesse-Tickets.

3. Verträge – ja, die mit Buchstaben

Ein echter Profi regelt Nutzungsrechte schriftlich. Wenn der Vertrag nur aus dem Satz „Du hast doch Vertrauen, oder?“ besteht, besser direkt die Klamotten anlassen.

4. Kommunikation – zwischen Schleim und Schweigen

  • „Du bist meine Muse!“ = Übersetzung: Ich mache das seit einer Woche.
  • „Ich suche Models mit natürlicher Ausstrahlung“ = Übersetzung: Ich zahle nichts.
  • „Wir können uns ja spontan inspirieren lassen“ = Übersetzung: Planlosigkeit mit Nacktbonus.

5. Der künstlerische Anspruch

Falls der Fotograf „künstlerisch“ sagt, aber nur Bilder macht, die in Telegram-Gruppen enden könnten, seid vorsichtig. Kunst ist nicht gleich Haut.

6. Posen-Coaching deluxe

„Mach mal sinnlich, aber nicht zu sexy, aber doch sexy, aber nicht vulgär, aber mit Gefühl, aber auch selbstbewusst…“ – Profi-Posenanleitung oder Wortsalat? Entscheidet selbst.

7. Der Klassiker: „Ich bearbeite das später“

Wenn der Retusche-Profi alles mit Weichzeichner erschlägt, bis du aussiehst wie eine frisch glasierte Wachspuppe, herzlichen Glückwunsch: Du bist jetzt Kunst aus dem Jahr 2007.

8. Social-Media-Kompetenz

Wer dich ohne Freigabe nackt postet und es mit „Kunst muss frei sein“ rechtfertigt, hat Kunst nicht verstanden. Und Consent auch nicht.

9. Begleitpersonen – das Minenfeld

Ein echter Profi hat kein Problem mit einer Begleitperson am Set. Wer darauf besteht, „die Atmosphäre könnte leiden“, hat vielleicht nicht nur die Kamera im Sinn.

10. Feedbackkultur

Wenn jede Rückfrage mit „Du verstehst halt meine Vision nicht“ abgewimmelt wird, hast du kein Shooting gebucht, sondern eine spirituelle Selbstfindungsreise des Fotografen.

Fazit: Kunst ist schön, Sicherheit aber auch

Ihr seid Models, keine Gratis-Content-Lieferanten für Hobby-Gockel mit Kamera. Wer professionell arbeitet, hat nichts zu verbergen – außer vielleicht ein paar gute Lichtsetups.

Bleibt klug, bleibt angezogen – bis der Vertrag stimmt.


Die wirklich relevanten Themen unserer Zeit – ein BROWNZ-Realitätsabgleich

Willkommen in der endlosen Dauerschleife namens Gegenwart. Hier eine kleine Auswahl der wichtigsten Themen, die unsere Zeit prägen – präzise analysiert mit der Seriosität eines halb leeren Club Mate.

1. Klimawandel – Jetzt mit Hitzewelle-Dauermodus

Die Welt brennt, aber wenigstens gibt’s dafür coole Drohnenaufnahmen von vertrockneten Flüssen und „Stay hydrated“-Posts von Influencern, die ihren Pool neben einem vertrockneten Baum fotografieren. Nachhaltigkeit? Ja, solange sie sich gut filtern lässt.

2. Künstliche Intelligenz – smarter als wir, aber genauso depressiv

AI kann jetzt Texte schreiben, Bilder malen und wahrscheinlich auch deinen Therapiemonat zusammenfassen. Nur Empathie hat sie keine, aber das haben 90 % der Führungsetagen auch nicht. Der Unterschied: Die KI entschuldigt sich wenigstens.

3. Social Media – Ort für Meinungsaustausch und Trauma-Performance

Twitter (oder X oder whatever Elon es morgen nennt) ist mittlerweile eine Mischung aus römischer Arena und Therapiegruppe ohne Therapeuten. Wer kein Trauma hat, bekommt eins. Wer eins hat, macht es zu Content. Immerhin: die Reichweite stimmt.

4. Work-Life-Balance – der große Zaubertrick

Work-Life-Balance bedeutet 2025, dass man seine To-Do-Liste während der Mittagspause meditiert, um danach entspannter zu funktionieren. Selbstoptimierung und Burnout im Abo – jetzt auch als LinkedIn-Kurs.

5. Inflation – der Witz, den keiner versteht

Alles wird teurer, außer die Wertschätzung für kreative Arbeit. Während du deine Miete in Raten zahlst, bietet jemand 50 Euro für ein komplettes Corporate Design – inkl. Logo, CI und Therapie nach Feedbackrunden.

6. Datenschutz – gibts jetzt im NFT-Format

Wir haben die Wahl zwischen: „Meine Daten gehören mir“ und „Hier meine komplette DNA für ein bisschen personalisierte Werbung“. Spoiler: Unternehmen wissen jetzt mehr über deine Essgewohnheiten als deine Mutter.

7. Influencer-Babies – Karriere mit Plazenta-Content

Neugeborene mit mehr Brand Deals als Berufserfahrung. Stillfotos präsentiert von Babybrei-Marken und die erste Kooperation mit Windelherstellern schon im Kreißsaal verhandelt. Generation Alpha startet direkt mit Mediaplan.

8. Politische Kommunikation – jetzt mit Meme-Templates

Echte Inhalte? Langweilig. Wahlprogramme kommen jetzt als Instagram-Karussell mit Aesthetics-Font und pastellfarbenen Infografiken. Entscheidend ist die Engagement-Rate, nicht die Idee.

9. Gesundheits-Apps – Schrittzähler mit moralischer Keule

Laufen war früher einfach Bewegung. Heute informiert dich eine App, dass du am Montag 3 Minuten zu viel gesessen hast und es wohl deine eigene Schuld ist, wenn dein Kreislauf sich auf LinkedIn beschwert.

10. Lifestyle-Trends – jetzt von TikTok-Diagnoseärzten kuratiert

Egal ob Wassermanifestationen, Retrograde Detox oder Heilfasten für deinen Algorithmus – solange es klickt, wird es Teil deiner Identität. Wer bin ich? Frag TikTok.

Fazit: Willkommen im Premium-Realitätspaket 2025

Die Welt ist ein Ort voller Krisen, Chancen und TikTok-Challenges. Die Kunst ist, sich das alles reinzuziehen, ohne daran kaputtzugehen – und falls doch, gibt es bestimmt bald ein Abo-Modell für spontane Nervenzusammenbrüche.

Bleibt stabil. Oder macht Content draus.