Photoshop auf dem Handy: Weil wahre Kunst zwischen U-Bahn-Rucklern entsteht
Photoshop ist die unangefochtene Ikone der Bildbearbeitung – das Schweizer Taschenmesser für Fotografen, Designer und alle, die noch nie einen Sonnenuntergang ohne Farbfilter gesehen haben. Doch irgendwann dachte sich ein schlauer Mensch bei Adobe: „Warum nicht eine abgespeckte Version für das Handy machen?“ Eine App, mit der du epische Bildbearbeitungen erledigen kannst, während du gleichzeitig versuchst, nicht in die falsche U-Bahn zu steigen.
Realismus? Wird überbewertet.
Photoshop auf dem Handy zu nutzen, ist wie mit einem Buttermesser ein Steak zu schneiden: Es geht, irgendwie, aber du wirst es bereuen. Wer braucht schon eine Maus oder einen ordentlichen Bildschirm, wenn er mit seinen Fingern auf 6,1 Zoll große Kunstwerke tippen kann? Vergiss Präzision – dein neues Lieblingswerkzeug heißt „ungewollte Zoom-Geste, die alles zerstört“.
Ein Abo für alles – außer das, was du brauchst
Das Beste an der App? Sie ist kostenlos. Also so kostenlos wie eine Testfahrt mit einem Auto ohne Räder. Natürlich sind die coolsten Funktionen hinter einer Paywall versteckt. Klar, generative KI-Spielereien wie „Generatives Füllen“ sind drin, aber sobald du denkst „Wow, funktioniert ja super!“, poppt ein Fenster auf: „Für Premium abonnieren?“.
Die Wahl ist dann einfach: Entweder du bezahlst acht Dollar im Monat für Schriften, die du nie benutzt, oder du akzeptierst, dass dein Versuch, eine Person aus dem Bild zu entfernen, nun aussieht, als hätte ein schlechter Alien-Maskenbildner mitgearbeitet.
Funktionen, die begeistern (oder in den Wahnsinn treiben)
- Lasso-Tool für Fortgeschrittene: Falls du dachtest, das freihändige Ausschneiden auf dem PC sei schwer – versuche es mal mit deinen schwitzigen Fingern auf einem Touchscreen. Eine Herausforderung für jeden, der die Geduld eines buddhistischen Mönchs besitzt.
- Ebenen? Theoretisch ja. Photoshop auf dem Handy erlaubt Ebenen – aber nur, wenn du Lust hast, dich durch 17 Menüs zu klicken, um eine einzige zu finden.
- Filter für jede Lebenslage: Warum sich mit detaillierter Bearbeitung aufhalten, wenn es doch „Auto-Fix“ gibt? Ergebnis: ein überbelichtetes Kunstwerk, das aussieht, als hätte ein 2010er-Instagram-Filter mit einer Sonnenbank gekämpft – und verloren.
Der wahre Photoshop-Test: Retusche in der U-Bahn
Das wahre Potenzial von Photoshop auf dem Handy entfaltet sich in stressigen Situationen. Zum Beispiel, wenn du ein Portrait bearbeitest, während die U-Bahn-Fahrgäste neben dir aus Versehen deinen Bildschirm antippen und aus dem perfekten Model eine abstrakte Picasso-Kreation machen. Oder wenn du versuchst, mit unruhiger Hand „Präzisionsarbeiten“ durchzuführen und der Algorithmus entscheidet, dass deine Nase jetzt ein drittes Auge braucht.
Zeitgeist oder Mogelpackung?
Adobe ist sich sicher: Die Zukunft der Kreativität gehört nicht den Menschen, die an riesigen Monitoren mit Grafiktabletts sitzen, sondern denen, die mit zwei Daumen auf einem winzigen Bildschirm verzweifelt versuchen, ein Logo zu zentrieren. Das Handy ist jetzt „der“ Computer – und wer Photoshop noch am Desktop nutzt, ist vielleicht einfach nur ein Boomer mit zu viel Geduld.
Aber ehrlich gesagt, vielleicht ist das gar nicht so dumm. Wer braucht schon ein Büro mit perfektem Licht, wenn man seine Designs auch zwischen zwei Werbeanzeigen auf TikTok entwerfen kann? Vielleicht ist es an der Zeit, sich einzugestehen: Photoshop auf dem Handy ist die Zukunft. Eine pixelige, leicht verschwommene Zukunft, aber immerhin eine Zukunft.
Fazit: Man kann, aber sollte man?
Photoshop auf dem Handy ist perfekt für schnelle Korrekturen, das Überlagern von Text oder für den Moment, wenn du deiner Oma beweisen willst, dass du „professionell Bilder bearbeitest“. Aber sobald es um echte Präzisionsarbeit geht, ist es in etwa so zuverlässig wie eine Dating-App-Beschreibung: Sieht auf den ersten Blick toll aus, enttäuscht aber spätestens, wenn du damit ernsthaft arbeiten willst.
Tipp für kreative Profis
Falls du wirklich in die Tiefen der Bildbearbeitung eintauchen willst (und nicht nur hektisch mit den Fingern auf dem Display rumtatschen möchtest), schau dir die Brownz² Profi-Rezepte für Kreative an. Hier gibt’s wertvolle Tricks, Rohdaten und extra Tipps für Photoshop-Perfektionisten: Brownz² Profi-Rezepte für Kreative.
