Liebe Models, willkommen in der schillernden Welt der Akt- und Erotikfotografie, wo „künstlerisch“ oft das Codewort für „fragwürdig“ ist und das Licht immer zufällig genau auf den Hintern fällt. Hier eine kleine satirische, aber leider viel zu wahre Checkliste, worauf ihr achten solltet, bevor ihr euch auszieht:
1. Das Studio – oder besser: Das Wohnzimmer mit Matratze
Wenn das Studio mehr nach WG-Party riecht als nach kreativer Hochkultur und die Requisiten zwischen Pizzakarton und Katzenklo schwanken – Alarmstufe Rot. Ein echtes Studio hat mehr als eine Lavalampe und LED-Streifen von eBay.
2. Der Portfolio-Check
Wer behauptet, er sei „international veröffentlichter Fotograf“, sollte mehr vorweisen können als eine Flickr-Galerie aus 2009 und einen abgelaufenen Gutschein für Erotikmesse-Tickets.
3. Verträge – ja, die mit Buchstaben
Ein echter Profi regelt Nutzungsrechte schriftlich. Wenn der Vertrag nur aus dem Satz „Du hast doch Vertrauen, oder?“ besteht, besser direkt die Klamotten anlassen.
4. Kommunikation – zwischen Schleim und Schweigen
- „Du bist meine Muse!“ = Übersetzung: Ich mache das seit einer Woche.
- „Ich suche Models mit natürlicher Ausstrahlung“ = Übersetzung: Ich zahle nichts.
- „Wir können uns ja spontan inspirieren lassen“ = Übersetzung: Planlosigkeit mit Nacktbonus.
5. Der künstlerische Anspruch
Falls der Fotograf „künstlerisch“ sagt, aber nur Bilder macht, die in Telegram-Gruppen enden könnten, seid vorsichtig. Kunst ist nicht gleich Haut.
6. Posen-Coaching deluxe
„Mach mal sinnlich, aber nicht zu sexy, aber doch sexy, aber nicht vulgär, aber mit Gefühl, aber auch selbstbewusst…“ – Profi-Posenanleitung oder Wortsalat? Entscheidet selbst.
7. Der Klassiker: „Ich bearbeite das später“
Wenn der Retusche-Profi alles mit Weichzeichner erschlägt, bis du aussiehst wie eine frisch glasierte Wachspuppe, herzlichen Glückwunsch: Du bist jetzt Kunst aus dem Jahr 2007.
8. Social-Media-Kompetenz
Wer dich ohne Freigabe nackt postet und es mit „Kunst muss frei sein“ rechtfertigt, hat Kunst nicht verstanden. Und Consent auch nicht.
9. Begleitpersonen – das Minenfeld
Ein echter Profi hat kein Problem mit einer Begleitperson am Set. Wer darauf besteht, „die Atmosphäre könnte leiden“, hat vielleicht nicht nur die Kamera im Sinn.
10. Feedbackkultur
Wenn jede Rückfrage mit „Du verstehst halt meine Vision nicht“ abgewimmelt wird, hast du kein Shooting gebucht, sondern eine spirituelle Selbstfindungsreise des Fotografen.
Fazit: Kunst ist schön, Sicherheit aber auch
Ihr seid Models, keine Gratis-Content-Lieferanten für Hobby-Gockel mit Kamera. Wer professionell arbeitet, hat nichts zu verbergen – außer vielleicht ein paar gute Lichtsetups.
Bleibt klug, bleibt angezogen – bis der Vertrag stimmt.
