Wie mit Photoshop das Universum erschaffen wurde: Eine (völlig absurde) Geschichte

Am Anfang war das Nichts. Es war nicht einmal ein besonders beeindruckendes Nichts. Tatsächlich war es das langweiligste Nichts, das man sich vorstellen kann – eine Art beige Leere, die nicht einmal die Mühe wert war, beachtet zu werden.

Und dann, aus irgendeinem unerfindlichen Grund, startete jemand Photoshop.

Die große Leinwand des Seins

Der erste Schritt beim Erschaffen des Universums war natürlich das Anlegen einer neuen Datei. Die Dimensionen wurden großzügig auf „Unendlich x Unendlich“ gesetzt, was später als sehr unpraktisch angesehen wurde, besonders wenn es darum ging, kleine Details wie Quarks und Teppichmuster zu bearbeiten. Aber zu diesem Zeitpunkt war der kosmische Kreative offenbar noch in der Phase des „Warum nicht?“.

Dann kam der Hintergrund. Schwarz, weil nichts anderes verfügbar war. Es wurde ein leichter Verlauf hinzugefügt – von tiefem Schwarz zu einem Hauch von noch tieferem Schwarz – um den Dingen einen Hauch von Drama zu verleihen.

Der Pinsel des Schicksals

Mit einem großzügigen Schwung des Standard-Pinsels begann der Schöpfer, Sterne zu platzieren. Ein paar hier, ein paar da. Ein großer roter Fleck wurde hinzugefügt, der später zu Jupiter wurde, obwohl es anfangs nur ein Versuch war, einen hartnäckigen Fleck auf dem Monitor zu überdecken. Der galaktische Nebel hingegen war ein Glücksfall: Die Farbverläufe und der Weichzeichner-Filter wurden ausprobiert, und plötzlich sah alles absolut fantastisch aus. Zufall spielt eben eine große Rolle bei der Schöpfung.

„Oops“-Momente und das Universum als Ebenenstapel

Selbstverständlich war der Schöpfer kein Profi und vergaß, die Ebenen zu benennen. Das erklärt, warum wir heute „Layer 1“ (Erde), „Layer 37“ (Sonne) und „Unbenanntes Smartobjekt 14“ (vermutlich ein Komet) haben.

Es gab auch einen Moment, in dem der Schöpfer versehentlich die Milchstraße um 90 Grad drehte, was ein paar Milliarden Jahre lang niemandem auffiel, weil sie einfach fantastisch aussah.

Filter, Effekte und der Sinn des Lebens

Die Sache mit dem Universum ist, dass es besser aussieht, wenn man ein paar Effekte hinzufügt. Also wurden Glüheffekte für die Sterne angewandt, die „Gaußsche Unschärfe“ sorgte für die Illusion von Bewegung, und der Filter „Radial Blur“ wurde benutzt, um den Eindruck von Geschwindigkeit zu erzeugen. So entstand der Eindruck, dass sich das Universum ausdehnt – was es tatsächlich tut. Bis heute hat niemand bemerkt, dass dies nur ein Effekt war, der nicht rückgängig gemacht werden konnte.

Der große Fehler

Alles lief glatt, bis der Schöpfer aus Versehen die Erde auf „Multiplizieren“ statt „Normal“ setzte. Das Ergebnis? Die Dinosaurier hatten keine Chance, und es brauchte Jahrmillionen, um das Chaos zu reparieren. Seitdem wird „Rückgängig“ überbewertet.

Fazit: Kunst oder Chaos?

Heute ist das Universum ein Meisterwerk der Schöpfung, trotz (oder gerade wegen) der kleinen Fehler und der zufälligen Kreativität. Es erinnert uns daran, dass selbst die größten Wunder manchmal mit einem einfachen Werkzeug und einer Menge Glück entstehen können. Oder, wie der Schöpfer selbst gesagt haben könnte: „Speichern? Ach, wer braucht schon Speichern?“


Entdecke mehr von BrownzArts´s Blog

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Gib deine E-Mail-Adresse ein ...