#Vom Selfie zur Therapie: Wie TikTok-Filter Teenager in Algorithmus-Opfer verwandeln

Willkommen im Jahr 2025, wo man erst schön ist, wenn man aussieht wie eine KI-generierte Mischung aus Fortnite-Charakter und AI-Werbebild für Zahnpasta. Die neuesten TikTok-Beauty-Filter sind so „optimiert“, dass man sich fragt: Hat hier ein Algorithmus im Rausch die Kontrolle übernommen? Gesichter schmaler als ein Ladekabel, Augen groß genug, um darin ein Boot parken zu können, und Haut so glatt, dass selbst ein frisch gewachster Tesla neidisch wird. Glückwunsch! Du bist jetzt offiziell ein Reptiloid mit Influencer-Ambitionen.

Step 1: Filter aktivieren, Persönlichkeit deinstallieren

Die Message ist klar: Dein Gesicht ist eine Bausatz-Enttäuschung, die dringend in eine generische 08/15-CGI-Barbie umgemeißelt werden muss. Teenager verbringen Stunden damit, ihre Selfies durch den digitalen Fleischwolf zu drehen, bis sie aussehen wie die uneheliche Tochter von Barbie und Shrek. Und das Ergebnis? Eine ganze Generation, die denkt, Schönheit bedeute, ohne Lidstriche wie ein koffeinsüchtiger Anime-Zombie auszusehen.

„Aber die Filter sind doch nur Spaß!“, schreit jetzt irgendein Boomer in den Kommentaren. Klar, genau wie die Diätpillen-Werbung von 2005 „nur Tipps“ waren. Studien zeigen längst: Je mehr Zeit man mit Beauty-Filtern verbringt, desto mehr hasst man sein echtes Spiegelbild. Wow, wirklich mind-blowing Erkenntnis: Wenn du dir täglich ein perfektioniertes, absurdes Selfie servierst, fühlt sich dein echtes Gesicht plötzlich an wie ein Software-Bug.

Vom Selfie in die Therapie: Ein logischer Karriereweg

Stell dir vor, du bist 14, scrollst durch TikTok und siehst 1.000 verbesserte Versionen von dir selbst – größere Augen, kleinere Nase, Haut wie frisch aus der Photoshop-Retusche. Dein Gehirn: „Ah, okay, das hier ist also der Standard. Und ich? Bin ein wandelnder Designfehler.“

Die Folge: Teenager basteln sich IRL ihre eigenen Filter-OPs – Lippen wie Autoreifen, Wangenknochen schärfer als jede Steuererklärung. Und die Beauty-Industrie? Feiert. Warum Unsicherheiten auflösen, wenn man sie in Bargeld umwandeln kann? Cremes, Seren, „FaceTune-Kurse“ – alles, um endlich so auszusehen wie der Filter, der wirkt, als hätte ihn ein besoffener Roboter programmiert.

TikToks Algorithmus: Der toxischste BFF seit Regina George

Die Plattform funktioniert wie ein manipulativer Ex: Je mehr du filterst, desto mehr Likes hagelt es. Je mehr Likes, desto mehr filterst du. Der Algorithmus feuert das an wie ein euphorischer Dealer. „Hier, Süße, gönn dir noch ’n Schuss digitale Selbstzerstörung! Gratis! Nur deine Selbstachtung kostet’s.“

Während Eltern sich Sorgen machen, dass ihre Kinder zu viel online sind, merken sie nicht, dass das eigentliche Problem ist: Ihre Kinder lernen gerade, sich selbst in HD zu hassen.

Rebellion der Hässlichkeit: Macht den Filter kaputt

Hier ein revolutionärer Vorschlag: Was, wenn wir den Schönheitswahn sabotieren – indem wir die Filter noch schlechter machen? Her mit Pickeln, Augenringen und asymmetrischen Gesichtshälften! #FilterFürEchteMenschen

Oder, radikal gedacht: Löscht die App. Geht raus. Macht ein Foto, ohne dass euer Gesicht aussieht wie ein KI-Fehlversuch. Denn am Ende, liebe TikTok-Generation: Ihr seid kein Bug im System. Das System ist der Bug.

Und wenn ihr doch mal wieder auf den Filter-Trick reinfallt – denkt dran: Echte Schönheit hat Poren. Und die kann man nicht wegwischen.


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