KI in der Fotografie 2025: Fluch, Segen und ein bisschen Adobe-Frust

Das Jahr 2025 ist da, und wenn ich mir meine Kamera so anschaue, frage ich mich: Fotografiere ich noch oder lasse ich meine Bilder direkt von einer KI machen? Künstliche Intelligenz ist mittlerweile nicht mehr nur Spielerei, sondern ein fester Bestandteil unserer kreativen Arbeit. Und das ist manchmal genial, manchmal verstörend – und manchmal einfach nur ein Grund, die Stirn auf die Tastatur zu hauen. Also schnallt euch an, denn ich erzähle euch, wie sich die Fotografie durch KI verändert hat und warum Adobe mich auch 2025 in den Wahnsinn treibt.


1. KI als dein neuer (besserer?) Assistent

Erinnert ihr euch an die Zeiten, als wir Stunden damit verbracht haben, in Lightroom jede noch so kleine Belichtungskorrektur per Hand zu machen? Haha, wie naiv wir waren! Heute erkennt die KI nicht nur Gesichter, sondern auch Emotionen, Stimmungen und kann direkt die „perfekte“ Farbanpassung vorschlagen. Das kann super sein – oder dein künstlerisches Ego zertrümmern, wenn die KI deine mühsam erstellten Looks durch ihren „intelligenten“ Autokorrektur-Filter ersetzt.

Praxis-Tipp: Nutze KI-gestützte Tools wie automatische Hautretusche oder den neuen „Finde die perfekte Lichtstimmung“-Algorithmus – aber behalte immer die Kontrolle. Sonst sehen deine Bilder bald aus wie Stockfotos aus einer generischen Business-Datenbank.


2. Bildgenerierung: Fotografieren oder gleich rendern?

Die größte Revolution? KI kann mittlerweile komplette Bilder generieren, ohne dass je eine Kamera im Spiel war. Midjourney, DALL-E & Co. erschaffen realistische Fotos von Menschen, die nie existiert haben, Orten, die niemand besucht hat, und Szenen, die so perfekt sind, dass man fast weinen möchte.

Vorteil: Du kannst auf Knopfdruck ein Foto mit genau der Stimmung, Farbgebung und Bildkomposition erstellen, die du dir vorstellst.

Nachteil: Wer braucht noch Fotograf:innen, wenn die KI besser, schneller und billiger ist?

Persönlicher Rant: Adobe hat natürlich sofort ein KI-Bildgenerierungstool in Photoshop integriert – für den bescheidenen Aufpreis von „deine Seele und ein Abo, das du nie wieder loswirst“. Danke, Adobe.


3. KI-gestützte Bildbearbeitung: Vom Wunder zur Verzweiflung

KI macht vieles einfacher: Hintergrundentfernung per Mausklick, automatisches Entrauschen (das nicht nach Aquarellpest aussieht), sogar das Austauschen von Himmeln ist jetzt so simpel, dass selbst mein Hund es könnte. Aber, und das ist ein großes Aber: Vertraut ihr wirklich einem Algorithmus, der manchmal „Künstliche Intelligenz“ und manchmal „Digitale Demenz“ ist?

Ich habe letztens versucht, mit der „Smart Retouch“-Funktion eine kleine Falte aus einem Portrait zu entfernen. Die KI hat entschieden, dass das komplette Gesicht anscheinend optional ist. Ergebnis: Ein Horrorfilm-Poster mit einem glatten Nichts anstelle eines Kopfes.

Tipp: KI ist genial – solange du ihre Vorschläge überprüfst, anpasst und nicht blind auf „Automatisch verbessern“ klickst (wir wissen alle, dass das nie gut endet).


4. Adobe – das Netflix der Foto-Software (nur teurer und nerviger)

Wenn Adobe eines kann, dann ist es, Features hinter einer Paywall zu verstecken, von denen man nicht mal wusste, dass man sie braucht. Hast du gerade die neue „Magische KI-Auswahl“ ausprobiert? Glückwunsch, du darfst jetzt zahlen, um das Feature auch in einer höheren Auflösung zu nutzen! Willst du dein Foto nach der Bearbeitung speichern? Klar, aber nur, wenn du unser Premium-Abo hast, das sich automatisch verdoppelt, wenn du es nicht kündigst (und viel Glück dabei, das Kündigungsformular zu finden).

Mein Highlight: Letztens wollte ich ein einfaches Foto in Photoshop aufrufen und bekam die Meldung: „Dieses Feature ist in Ihrem aktuellen Abo nicht enthalten.“ Leute, ich wollte nur ein Bild ÖFFNEN. Was kommt als Nächstes? Ein Abo für das Zuschneiden-Werkzeug? Adobe, wir lieben dich, aber manchmal bist du schlimmer als ein schlechter Mobilfunkvertrag.


5. Zukunft: Fotograf oder KI-Kurator?

Die größte Frage bleibt: Was bedeutet all das für uns als Fotograf:innen? Werden wir zu reinen Kuratoren von KI-generierten Bildern? Oder setzen wir KI einfach als neues Werkzeug ein, so wie damals die digitale Fotografie das Filmformat ersetzt hat?

Ich denke, der wahre Skill der Zukunft wird nicht nur sein, wie gut wir eine Kamera bedienen, sondern wie wir KI kreativ und gezielt einsetzen. Die besten Fotograf:innen werden nicht diejenigen sein, die den besten Algorithmus haben, sondern diejenigen, die wissen, wann sie ihn nutzen – und wann sie ihn ignorieren.


Fazit: KI ist geil, aber nicht perfekt (und Adobe schon gar nicht)

2025 ist das Jahr, in dem KI die Fotografie revolutioniert – und gleichzeitig den kreativen Wahnsinn auf eine neue Stufe hebt. Sie nimmt uns viel Arbeit ab, kann aber auch manchmal einfach zu viel wollen. Und Adobe? Die packen natürlich jede noch so kleine Funktion in ihr Premium-Abo, weil warum sollte man auch etwas Einmaliges bezahlen, wenn man stattdessen bis ans Ende aller Zeiten zur Kasse gebeten werden kann?

Mein Fazit: Nutzt die neuen Technologien, aber bleibt Herr oder Herrin über eure eigene Kunst. Und wenn die KI mal wieder entscheidet, aus einem Portrait eine gesichtslose Abstraktion zu machen – einfach tief durchatmen, lachen und vielleicht doch wieder selbst die Regler schieben.

Was sind eure Erfahrungen mit KI in der Fotografie? Schreibt es in die Kommentare (oder lasst eine KI eine Antwort für euch generieren, wer merkt schon den Unterschied? 😉).

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